«Serving the children of the world»

Kiwanis Aachen, eMail: info@kiwanis-aachen.com
  • Gemeinsam für die Zukunft unserer Kinder

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2. Februar 2018 - Präsident Jürgen ammann im samstagsinterview mit der aachener Zeitung

„Ich bin erschüttert, dass in unserem wohlhabenden Land der Bedarf an Unterstützung für Kinder immer noch so groß ist“: Jürgen Amman setzt sich im Kiwanisclub Aachen für die Schwächsten ein.
Foto: Andreas Steindl
       

 

Kiwanisclubs Aachen: Viele kleine Schritte auf einem langen Weg

 

 

Aachen. In den USA ist es viel selbstverständlicher, Mitglied in einem Klub zu sein, der einem Charity-Gedanken folgt – Motto: sich treffen, Geld sammeln und damit Gutes tun. Solche Serviceklubs gibt es aber auch schon lange in Deutschland. Kiwanis ist so einer. Anders als andere Serciveclubs hat sich Kiwanis auf die Förderung und Unterstützung von Kindern spezialisiert.

 

 

 

Der Kiwanisclub Aachen Urbs Aquensis verteilt im Jahr 10.000 bis 15.000 Euro an Einrichtungen oder Privatpersonen in der Region, die Kindern helfen. Eine Sache, die viel mehr Aufmerksamkeit bekommen sollte, findet der Aachener Präsident Jürgen Ammann. Mit ihm sprach Rauke Xenia Bornefeld.

 

Wofür steht Kiwanis?

Jürgen Ammann: Kiwanis kommt aus den USA, der Name ist dem Indianischen „Nune-Kee-Wanis“ entlehnt, das heißt übersetzt „Freude daran haben, aktiv zu sein“. Kiwanis ist ein internationaler Serviceklub, der sich im Laufe der Zeit das Alleinstellungsmerkmal „Hilfe und Unterstützung von Kindern in Not“ zu Eigen gemacht hat. Das ist unsere Hauptaufgabe. International lautet unser Motto: „Serving the Children of the World“ (den Kindern der Welt dienen). Der „Kiwanisclub Aachen Urbs Aquensis“ nimmt die Kinder in Aachen und der Region in den Blick.

Was bedeutet das genau?

Ammann: Wir sind 22 Mitglieder und in einem Freundeskreis zusammengeschlossen. Wir sind immer auf der Suche, Kinder in Not zu finden und ihnen zu helfen. Dafür pflegen wir Kontakte zu den entsprechenden städtischen Organisationen, manchmal kommt die Info auch aus unserem Freundes- und Bekanntenkreis. Wie die Hilfe dann aussieht, ist ganz unterschiedlich: Mal geben wir einmalige finanzielle Unterstützung, mal gehen wir eine langfristige Partnerschaft ein – das kommt ganz auf das Projekt an.

Der Aachener kennt Sie von den leckeren Waffeln an Ihrem Stand auf dem Weihnachtsmarkt. Das sind aber ja nicht Ihre einzigen Aktivitäten…

Ammann: Die drei Säulen unseres Klublebens sind: Helfen, Geselligkeit und Bildung. Alle zwei Wochen treffen wir uns und kommen dann häufig in den Genuss eines Vortrags oder einer Diskussion zu den unterschiedlichsten Themen. Weiterhin besichtigen wir auch Institutionen, Einrichtungen und Unternehmen.

Dazu kommen Einsätze, um die Hilfe finanzieren zu können – zum Beispiel an unserem Bratwurst- und Glühweinstand an der Ursulinerstraße auf dem Aachener Weihnachtsmarkt. Der ist ganz sicher eine unserer Hauptaktivitäten. 2016 haben wir aber auch das Benefizkonzert wiederbelebt. Schon zum zweiten Mal konnten wir jetzt das Musikkorps der Bundeswehr gewinnen, am 15. März für die Aachener Bürgerinnen und Bürger im Eurogress zu spielen. Der Erlös fließt vollständig in unsere Arbeit.

Da haben Sie als Offizier Ihre persönlichen Kontakte in die Bundeswehr spielen lassen…

Ammann: Ja, da habe ich natürlich meine Verbindung in die Bundeswehr hinein genutzt (lacht). Aber das Musikkorps ist ein weltweit bekanntes sinfonisches Orchester, das in früheren Jahren immer in Aachen gespielt hat. Der vorherige Veranstalter konnte das aber nicht mehr stemmen. Auf diese Lücke hat unser Mitglied Leopold Chalupa hingewiesen, und so haben wir diese Chance genutzt. 2016 hatten wir ein gutes Ergebnis, jetzt hoffen wir auf ein noch besseres und können das hoffentlich im zweijährigen Rhythmus beibehalten.

Wie viel Geld kommt denn insgesamt im Jahr zusammen?

Ammann: Ohne das Konzert liegen wir in der Regel bei 10.000 bis 15.000 Euro im Jahr, die ohne Abzug in die Unterstützung von Kindern fließt.

Schaut man auf Ihre Webseite, sieht man ganz unterschiedliche Projekte. Haben Sie persönlich ein Lieblingsprojekt?

Ammann: Nein. Ich bin tatsächlich erschüttert, dass heute in unserem wohlhabenden Land der Bedarf an Unterstützung und Hilfe für Kinder noch immer so groß ist. Rechnet man hoch, was alle Serviceklubs und auch andere in Aachen für Kinder tun, kommt wirklich sehr viel zusammen. Besser wäre, wenn wir das nicht bräuchten. Doch jede Hilfe und jede Unterstützung ist ein kleiner Schritt auf einem noch langen, aber zielführenden Weg.

Wie sieht es denn mit der Konkurrenz zwischen den Serviceklubs aus?

Ammann: Die gibt es tatsächlich nicht. Im vergangen Sommer haben wir uns hier in Aachen erstmals gemeinsam getroffen – initiiert von Round Table. Vielleicht gibt es bald ein gemeinsames Projekt aller Serviceklubs.

Ist das schon spruchreif?

Ammann: Das ist ein ganz zartes Pflänzchen, das in der Erde steckt.

Auch wenn Sie kein Lieblingsprojekt haben, wo engagieren Sie sich zurzeit?

Ammann: Zusammen mit dem Verein zur Förderung integrativer Jugendcamps unterstützen wir regelmäßig das Segelflugcamp in Merzbrück und das Wassersportcamp für Jugendliche in Woffelsbach – das heißt, wir heizen den Grill an einem Abend an und finanzierten im letzten Jahr drei Zelte. Für die Frühchenstation des Uniklinikums hat die Frau eines Mitglieds, Geno Schmitz, im vergangenen Jahr Kleidung für die Säuglinge gestrickt und genäht, die sie auch bei Untersuchungen im MRT tragen können, sprich ohne Metallverschlüsse.

Das war finanziell ein kleiner Einsatz, der den Schwestern und Patienten aber sehr viel hilft. Der Kurzzeitpflegeeinrichtung des Vinzenzheims konnten wir gerade erst im Dezember 2017 mit einem Spezialtherapiebett im Wert von 5500 Euro helfen. Wir haben dieses Bett finanziert, damit nun auch schwerstkranke Kinder mit Behinderung sicher schlafen können, wenn sie ein paar Tage von ihren erholungsbedürftigen Eltern abgegeben werden.

Sie spezialisieren sich also nicht.

Ammann: Nein. Unser Sozialkomitee entscheidet einmal im Monat über neue Anfragen und Ideen. Wir diskutieren in unseren Arbeitsmeetings oft kontrovers, anschließend wird abgestimmt, ob und wie wir unterstützen. Das können einmalige Hilfen sein – zum Beispiel über unsere Beteiligung bei der Anschaffung eines Therapiehundes für ein autistisches Kind oder spezielle Hilfsmittel für Kinder mit Behinderung. Das können aber auch langfristige Partnerschaften sein, wie zum Beispiel die genannten integrativen Camps oder unser Projekt „Charly“ zusammen mit dem VKM (Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte), das wir bei unserem ersten Benefizkonzert 2016 ins Leben gerufen haben. Dort unterstützen wir zum Beispiel Sprachförderung in der Kita oder finanzieren Ferienfreizeiten.

Haben Sie mehr Anfragen, als Sie bedienen können?

Ammann: Nein, wir sind offen für Anfragen und auch proaktiv auf der Suche nach Projekten.

Sie wollen kein elitärer Zirkel sein. Sie haben aber lediglich 22 Mitglieder, darunter nur eine Frau. Interessierte müssen vorgeschlagen werden. Warum gehen Sie so vor?

Ammann: Wir wollen uns die Interessierten auf eine Mitgliedschaft anschauen. Wer bei uns Mitglied werden möchte, sollte sich schon in erster Linie mit der Kiwanis-Idee identifizieren, und bereit sein, auch „mit anzupacken“ bei Projekten und Aktivitäten. Kommt jemand eher mit wirtschaftlichen Interessen, lehnen wir lieber ab. Grundsätzlich sind wir offen für alle Personen, die bei uns mitmachen wollen, um Kindern und Jugendlichen in Not zu helfen. Wie viele andere auch sind wir sehr wohl auf der Suche nach neuen und jüngeren Mitgliedern.

Und wie steht es mit mehr Frauen?

Ammann: Das war vor zwei Jahren tatsächlich noch eine Diskussion. Bis dahin stand nur Männern eine Mitgliedschaft offen. Seitdem ist aber klar: Frauen sind herzlich willkommen! Im Moment sind wir dabei, auch die Frauen unserer Mitglieder, die ohnehin bereits sehr aktiv sind und viele tolle Ideen haben, ebenfalls als Mitglieder zu gewinnen.

Was muss man machen, wenn man Mitglied werden will, aber niemanden von Ihnen kennt?

Ammann: Am besten uns anschreiben oder anrufen. Dann laden wir den Interessenten oder die Interessentin ein, sich bei einer unserer Veranstaltungen vorzustellen und uns kennenzulernen. Die Mitglieder entscheiden dann innerhalb von vier Wochen über eine Zu- oder Absage.

Ihre Mitglieder gehen eine Art Verhaltenskodex ein.

Ammann: Ja, sie verpflichten sich, an den Treffen teilzunehmen und sich für die Kiwanis-Idee einzusetzen. Das heißt auch, mit Man- oder Womanpower zur Verfügung zu stehen, wenn man gebraucht wird.

Aber es geht ja auch um eine vorbildhafte Lebensweise.

Ammann: Der Leumund unserer Mitglieder ist uns schon wichtig. Und sie sollten auch so selbstbewusst und eloquent sein, frei zu sprechen und unsere Kiwanis-Idee vor einer Gruppe von Menschen und auch in der Öffentlichkeit vermitteln zu können. Stil und Etikette sind für uns keine Fremdwörter; wir sind eben keine „Thekenmannschaft“.

Kiwanis hat eine internationale Dimension. Wie ist das in Aachen spürbar?

Ammann: Unsere Klubtreffen finden im Kasteel Bloemendal statt, also in Vaals – aber das hat eher praktische Gründe. Wir pflegen aber eine sehr enge Zusammenarbeit mit den belgischen Klubs, vor allem mit unseren Freunden aus Eupen und Kelmis, die sich sehr rege und aktiv präsentieren. Die Nikolaustüten, die wir jedes Jahr in zahlreichen Kindertagesstätten in Rothe Erde verteilen, werden von unseren Eupener Freunden gepackt. Wir stehen aber auch in Verbindung mit Klubfreunden in Heerlen.

 

Unser freund Leopold Chalupa wurde 90 jahre alt

Bericht Aachener Nachrichten vom 14. August 2017

 

Der Ehrenpräsident in seinem anderen Wohnzimmer: Leopold Chalupa ist regelmäßiger Gast am Tivoli. Foto: Jerome Gras

 

Leopold Chalupa: General, Ehrenpräsident, Witze-Erzähler

 

 von: Christoph Pauli

 

 Aachen. Das Gespräch ist schon fast vorbei, aber einen hat er noch. Leopold Chalupa ist ein großer Witze-Erzähler. Nach zuverlässigen Recherchen dieser Zeitung ist er der beste 90-jährige Witze-Erzähler dieser Republik. Chalupa feiert heute den runden Geburtstag. „Je schwieriger die allgemeine Lage wird, desto wichtiger ist der Humor“, sagt der ehemalige Vier-Sterne-General. Und so wird es ein vergnügliches Gespräch mit einem nun 90-Jährigen, der hellwach ist. Leopold Chalupa über  seine Heimat: Geboren wurde Leopold Chalupa am 15. August 1927 in Neuberg (heute Podrhabí). Zum Sudetenland ist der Kontakt nie abgerissen. Chalupa ist Ehrenbürger der Stadt seit 1996. Nahezu jedes Jahr kommt er zum Kirchweihfest zurück. . . .

Seine Familie: Seine Frau starb vor 22 Jahren, er besucht sie jeden Tag auf dem Friedhof. Das Paar hat zwei Jungen (beide gingen ebenfalls zum Militär) und eine Tochter großgezogen, die in der Nähe lebt. Drei Enkel gehören dazu, „und im Januar hat es mich wieder erwischt: Ich wurde zum zweiten Mal Urgroßvater“, sagt er und grinst. Sein Haus nennt er auch „Museum“, weil an jeder Wand Erinnerungen aus den vielen Etappen seines Berufslebens hängen. Bilder der Familie finden sich überall: „Sie war immer das Wichtigste.“

 

 Seine Zeit in der „Napola“ in Naumburg: Der Heranwachsende wurde in die Nationalpolitische Lehranstalt des NS-Staates geschickt, in der auch einflussreiche Männer wie Hellmuth Karasek, Hardy Krüger oder Theo Sommer aufwuchsen. Die Schüler sollten die kommende Führungsschicht Deutschlands bilden. Eine Kaderschmiede. Nach dem Abitur wurde er 1945 noch vier Monate Gebirgsjäger. Auf einem Gefechtsstand in Triest wurde er festgenommen. Der 17-Jährige kam vier Jahre in britische Gefangenschaft in Italien und England. Chalupa gehörte zur letzten Entlassungsgruppe. „Für mich war die bitterste Enttäuschung meines Lebens, als klar wurde, dass wir mit infantiler Begeisterung einem Unrechtsregime gefolgt waren“, sagt er über die Napola-Phase. Da entstand sein Lebensmotto. „Ich wollte mich mit allem, was ich habe, für einen demokratischen Staat einbringen.“

 

Die Bundeswehr: Chalupa trat ein Jahr nach der Bundeswehr-Gründung 1956 als Fähnrich bei den Pionieren ein, nahm bald die Offiziersausbildung auf. Eine imposante Militärkarriere endete vor 30 Jahren und 14 Umzügen mit dem großen Zapfenstreich im Reitstadion. Der Vier-Sterne-General und ehemalige Oberbefehlshaber der Nato-Streitkräfte in Mitteleuropa ging in den Ruhestand. Er gab den höchsten Kommando-Posten ab, der für einen Deutschen in der Nato erreichbar ist.

 

Sein Verhältnis zu den USA: Chalupa hat dort gelebt, besitzt eine große Affinität zu dem Land. „Mir persönlich ist Donald Duck lieber als Donald Trump“, sagt er. Der sei politisch unerfahren, wirke plump, „aber Amerika wird auch diesen Präsidenten überstehen“.

 

 Dankbarkeit: Er sagt, er sei „demütig und dankbar“ für seine Fitness. „Ältere Menschen werden oft nach ihrem Gang beurteilt.“ Er geht immer noch kerzengerade. Haltung habe er bei der Bundeswehr gelernt. Er hat sie bewahrt. Der 90-Jährige führt seinen Haushalt, ist imponierend zahlensicher. Er fährt noch selbst Auto. Für dienstliche Zwecke – die gibt es noch – schickt die Bundeswehr einen Chauffeur nach Richterich.

 

Langeweile: Die will nicht so recht aufkommen. Er bekommt noch viele Einladungen, hält Vorträge, bevorzugt zum Thema „Sicherheit in Europa“.

 

Sein Leben: „Ich bin zufrieden, wie es verlaufen ist, und wie sich unser Land und Europa nach dem Krieg entwickelt haben.“

 

Sprachkenntnisse: Chalupa spricht ein bisschen Italienisch und Französisch, fließend Englisch. „Und Bayerisch geht auch.“

 

Alemannia: Das Geld ist schon überwiesen. An jedem Geburtstag schenkt Chalupa dem Verein 1000 Euro. Zwei Jahre nach seiner Pensionierung habe er den Eindruck gehabt, er brauche eine Aufgabe in seiner neuen Heimat. Die Kontakte liefen über einen Mann, den er bis heute einen „sehr Vertrauten“ nennt: Armin Laschet. Das war 1989, bald darauf wurde er Präsident. Ein paar Tage später, Alemannia spielte am alten Tivoli, meldete sich der Vereinsvorstand in der Halbzeitpause über das Stadionmikrofon. „Achtung, Achtung, hier spricht Ihr Präsident.“ Chalupa hat heute noch sein kleines Manuskript. Innerhalb von zwei Jahren wurde der Schuldenstand von 2,5 auf 1,3 Millionen Mark gedrückt. Chalupa übergab das Zepter an den Industriekapitän Heinz-Gregor Johnen. Noch heute kommt der Ehrenpräsident regelmäßig zu den Heimspielen, sitzt auf der Haupttribüne in der Nähe alter Kempen wie Jo Montanes (wird heute 64) oder Jupp Martinelli. Ohrenzeugen berichten, dass es durchaus „lebhaft“ dort zugehe.

 

Die Feier: Heute trifft er sich mit der Familie seiner Tochter. Einen offiziellen Empfang wird es am 26. August im Offizierscasino an Gut Neuhaus geben.

 

Auszeichnungen: Er hat schon vor 30 Jahren das große Bundesverdienstkreuz mit Stern ebenso wie das Großoffizierskreuz mit Schwertern des Oranje-Ordens der Niederlande, die „Legion of Merit der USA“ oder die Karl-Alberti-Medaille des Sudetendeutschen Heimatverbandes erhalten. Im September zeichnet ihn der Kulturverein Aachen-Prag als Ehrenbürger aus. „Das zeigt, dass der Einsatz für Frieden und Freundschaft doch etwas bewirkt hat“, sagt er.

 

 Seinen Lieblingswitz (wechselt täglich): Zwei Frauen treffen sich nach vielen Jahren wieder. Klagt die eine: „Ich habe meine beiden Ehen in den Sand gesetzt.“ „Wieso das denn?“ „Der erste Mann ist mir weggelaufen, der zweite ist geblieben.“

 

 

 

Integrative Jugendcamps auch im Jahr 2016

Auch 2016 veranstaltete der Aachener Verein zur Förderung von Integrativen Jugendcamps e.V. sein Integratives Segelflug-Camp vom 15.-19. Juli auf dem Flugplatz Merzbrück sowie das Integrative Segel-Camp vom 5.-9. August in Woffelsbach am Rursee. Unterstützung dieser Veranstaltungen erfährt der Verein auch durch die Kiwanisclubs Eupen und Aachen.

 

 

Pressebericht Aachener Zeitung vom 10. August 2016

 

Auch eine Fahrt mit der „Aachen“ über den Rursee stand auf dem Programm: Jugendliche mit und ohne Behinderung, mit und ohne Migrationshintergrund verbrachten fünf erlebnisreiche Tage beim integrativen Segel-Camp in Woffelsbach. Foto: Yvonne Schneider

 

 

 

WOFFELSBACH. „Neue Leute kennen lernen und zusammen was erleben“: Das war der Hauptgrund für die 17-jährige Amina, auch dieses Jahr wieder zum Segeln, zum Schwimmen und zu anderen Freizeitaktivitäten an den Rursee zu kommen. Im Wasser-Sportpark Wildenhof in Woffelsbach wurde zum sechsten Mal das Integrative Segel-Camp veranstaltet. Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren verbrachten hier fünf erlebnisreiche Tage, bei denen neben Musik und Tanz vor allem der Wassersport im Vordergrund stand. Das Besondere an dem Camp ist, dass sich hier Jugendliche begegnen, die sich im Alltag wahrscheinlich nicht über den Weg laufen würden. Denn an dem Segel-Camp können sowohl Jugendliche mit Behinderung als auch ohne Behinderung teilnehmen, und auch bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund ist der fünftägige Aufenthalt am Rursee sehr begehrt.

Trommeln, basteln, tanzen, segeln

Für Streetworkerin Lara Brammertz, die schon seit vielen Jahren am Camp teilnimmt und die die pädagogische Leitung übernahm, ist das Segel-Camp ein besonderes Erlebnis, das Inklusion möglich macht. Auch Rainer Schmeltzer, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, sprach bei seinem Besuch am Montag von „gelebter Inklusion“, die zwischen den Jugendlichen stattfinde. Der Vizepräsident für Finanzen im Landessportbund Nordrhein-Westfalen, Stefan Klett, betonte, dass es Integrationscamps wie dieses flächendeckend geben müsse. In den fünf Tagen, die die Jugendlichen in Woffelsbach verbrachten, wurden zahlreiche Freizeitbeschäftigungen an Land und natürlich auf dem Wasser angeboten. „Stand up paddling und Kanu fahren fanden großen Anklang bei den Jugendlichen. Das absolute Highlight jedoch war das Segeln“, berichtete Betreuerin Nina Scholer. Basteln, verschiedene Tanzarten wie Break Dance und Zumba, Trommeln und weitere Aktivitäten auf dem Trockenen waren auch begehrt bei den jungen Menschen. Am vorletzten Tag im Segel-Camp war eine Schifffahrt über den Rursee auf der „Aachen“ mit den prominenten Gästen ein weiterer Höhepunkt. Nicht nur für die Jugendlichen ist die Teilnahme am Segel-Camp ein einmaliges Erlebnis, auch für die ehrenamtlichen Betreuer ist es etwas ganz Besonderes. „Kaum ist der Aufenthalt im Camp vorüber, freut man sich schon aufs nächste“, sagte Nina Scholer. Sie lebt und studiert in Augsburg, trotzdem lässt sie sich die Teilnahme am Camp nicht nehmen. Auch viele Jugendliche kommen extra aus Belgien oder den Niederlanden nach Woffelsbach, um den Ferienspaß zu genießen. Die meisten Teilnehmer leben jedoch in der Städteregion Aachen. Das Miteinander, der Teamgeist und das Gemeinschaftsgefühl, das bei sportlichen Aktivitäten entsteht, ist für den Landtagsabgeordneten und Vorsitzenden des Sportausschusses, Axel Wirtz, besonders ausschlaggebend für eine erfolgreiche Inklusion, denn „Sport ist der Motor der Integration“. Organisiert werden die Jugendcamps vom Verein zur Förderung von integrativen Jugendcamps. Viele Kooperationspartner wie der Landschaftsverband Rheinland, die Städteregion und der Jugendring Aachen sorgen für finanzielle Unterstützung und damit dafür, dass die Jugendlichen kostenlos teilnehmen können.

Bericht von Yvonne Schneider

 

 

 

 

Pressebericht des Grenzechos vom 25. Juli 2016

Volksmusikerbund NRW kündigt unser Konzert am 22. juni 2016 auf homepage an

Der VMB NRW arbeitet mit vielen anderen Institutionen zum Wohle der Mitglieder zusammen. U. a. ist er Mitglied im Landesmusikrat NRW und auf Bundesebene in der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände (BDMV). Die Tradition, Gegenwart und Zukunft des aktiven Musiklebens zu pflegen, zu fördern, und weiterzuführen, ist einer der wichtigsten Aufgaben des VMB NRW.

 

Unser Konzert wird auf der homepage des VMB http://www.vmb-nrw.de/ unter "TERMINE" angekündigt.

JUNI / JULI 2015 - UNSERE UNTERSTÜTZUNG DES AACHENER VEREINS ZUR FÖRDERUNG VON INTEGRATIVEN JUGENDCAMPS

 

Integratives Segel-Camp: Ein kunterbuntes Fest des Miteinanders

 

Bericht Aachener Nachrichten vom 15. Juli 2015

P.St.

 

WOFFELSBACH. Dass man beim Segeln auch schon einmal den Boden unter den Füßen verliert, ist praktisch Bestandteil dieses Sports. Für die 58 Teilnehmer des integrativen Jugend-Camps am Rursee bei Woffelsbach erhöhte die kurze Bekanntschaft mit dem Wasser nur noch den Spaßfaktor und wird als eine von vielen nachhaltigen Erinnerungen an intensive Tage in der Eifel haften bleiben. Zum 5. Mal hatte jetzt der Verein zur Förderung von Integrativen Jugendcamps Aachen zu der fünftägigen freizeitpädagogischen Maßnahme eingeladen. Dem Camp am Rurseeufer auf dem Gelände der RWTH-Sportstätte Wildenhof vorausgegangen war das 10. Integrative Segelflug-Camp auf dem Flugplatz Merzbrück mit rund 80 Teilnehmern. Aus der Luft ging es also ans Wasser, wobei beiden Veranstaltungen eines gemeinsam ist: Jugendliche aus der deutschen, belgischen und niederländischen Grenzregion kommen zusammen, um gemeinsam zu zelten, zu spielen zu feiern und Sport zu treiben.

 

Grenzen werden abgebaut

 

Ein kunterbunter Haufen junger Menschen, wie er unterschiedlicher kaum sein kann, kam auch diesmal auf dem romantischen Gelände am Rursee zusammen: Jugendliche mit und ohne Behinderung, mit deutschen und ausländischen Wurzeln, sozial benachteiligte Jugendliche und Jugendliche, die sich in einem Ehrenamt außergewöhnlich engagiert haben, wollen in diesen Tagen enger zusammenrücken. Grenzen werden abgebaut und Berührungsängste verlieren sich, wenn der Rolli-Fahrer auf den irakischen Einwanderer-Sohn trifft, oder das Mädchen mit Down-Syndrom den Jungs von Öcher Bronx begegnet. Diese besondere Mischung macht den Charakter des Camps aus, und weil das Experiment auch im fünften Jahr wieder auf der ganzen Linie funktioniert hatte, trafen sich die Beteiligten, viele Gäste und Förderer zum Ausklang mit Grillen, Tanz und Musik. Durch das schmale Schilsbachtal gelangten die Gäste zum Ort des Geschehens, wo im Rahmen einer kleinen Podiumsrunde Georg Suchotzki, der 1. Vorsitzende des Fördervereins, dem besonderen Geist des Camps nachspürte. Der Aachener Förderverein ist eine Interessengemeinschaft von Einzelakteuren, die sich um die Integration und Inklusion von Menschen bemüht. Das erste Rursee-Camp vor fünf Jahren startete mit 25 Jugendlichen und fünf Betreuern: diesmal waren es knapp 60 Teilnehmer mit 12 Betreuern. Suchotzki wie auch Geschäftsführerin Uschi Brammertz, die als Motor der Veranstaltung gilt, sehen sich nach wie vor in ihrer Zielsetzung bestätigt: „Das Camp ist gelebte Inklusion.“ Das spüren auch die Teilnehmer selbst. Enrico (16) spricht von „tollen Angeboten auf dem Wasser“, und dem Segel-Camp am Rursee hat er sogar einen Urlaub in Spanien vorgezogen. Lena (14) ist von der besonderen Gruppen-Atmosphäre des Camps berührt: „Zunächst war ich skeptisch, aber dann habe ich schnell neue Freundschaften geschlossen.“ An allen Camps bislang teilgenommen hat Lara Brammertz. Die Streetworkerin für den Südkreis Aachen hatte auch diesmal die pädagogische Leitung übernommen und zeigte sich begeistert vom tollen Teamgeist. Das Camp habe sich kontinuierlich weiterentwickelt und das Angebot sei immer umfangreicher geworden. Auch sie schätzt dieses Gemeinschaftserlebnis der besonderer Art: „Die Teilnehmer erfahren, dass sie auch in einer großen Gruppe alle gleich sind und das es normal ist, anders zu sein.“ Diese Erfahrungen könnten die Jugendlichen mitnehmen in ihren Schulalltag. Besonders stolz mache es sie, wenn langjährige Teilnehmer später ins Betreuerteam wechselten. Gebührender Dank wurde auch den Kooperationspartnern zuteil, ob RWTH Aachen, Aachener Bootsclub, DLRG, Kiwanis-Club sowie weiteren Förderern. Und schließlich erhielten die beiden Camps auch volle Unterstützung von der politischen Seite. Annekathrin Grehling, Aachens Stadtkämmerin, lobte den vorurteilsfreien Charakter der Veranstaltung, stellvertretender Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck spürte „die Freude, die das Camp allen bereitet“, und Helmut Mulorz, Roetgens stellvertretender Bürgermeister, zollte allen Respekt, „die dieses Camp möglich machen“. Dass dieses Angebot erhalten bleibt, hofft auch Simmeraths stellvertretender Bürgermeister Norbert Brewer. „An solchen Projekten darf nicht gespart werden.“

Finanzierung steht

Die Finanzierung steht auf stabilen Säulen. Rund 50.000 Euro kosten die beiden Camps in Merzbrück und am Rursee. Finanziert werden sie zum größten Teil vom Landschaftsverband Rheinland. Spenden, Zuschüsse der Städteregion und der Euregio sowie 20 Prozent Eigenkapital des Fördervereins machen dieses großartige und nachhaltige Gemeinschaftserlebnis möglich.

Integratives Segel-Camp: Ein kunterbuntes Fest des Miteinanders - Lesen Sie mehr auf:

http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/eifel/integratives-segel-camp-ein-kunterbuntes-fest-des-miteinanders-1.1136072


juni / juli 2015 - unsere unterstützung des aachener vereins zur förderung von integrativen jugendcamps

Segelflugcamp feiert ein rundes Jubiläum

Bericht Aachener Nachrichten vom 3. Juni 2015


WÜRSELEN. „Dass wir hier irgendwann einmal sitzen, um das Zehnjährige anzukündigen, hätten wir selbst nicht gedacht“, sagt Uschi Brammertz bei der Informationsveranstaltung zum zehnten integrativen Segelflugcamp in Merzbrück. Zehn Camps, das bedeutet nicht nur viel Organisation und viele finanzielle Mittel, die geflossen sind. „Das sind auch 700 bis 800 Jugendliche, die bei uns ein wirklich grenzüberschreitendes Camp erlebt haben“, ergänzt Herbert Olivier. Als Vorsitzender des am Flugplatz Merzbrück ansässigen Luftsportvereins Aachen und Vorsitzender des Vereins zur Förderung von integrativen Jugendcamps freut er sich natürlich auch auf die Flugzeit, die er und seine Mitstreiter mit den erwarteten 80 bis 100 Jugendlichen beim diesjährigen Camp Ende Juni verbringen werden. Er sieht, wie auch Oliver Paasch, Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens und neben Städteregionsrat Helmut Etschenberg und dem Vaalser Bürgermeister Reg van Loo neu im Bunde der Schirmherren, die Grenzen in jeder Hinsicht überwunden. „Hier wird der Gedanke der Inklusion gelebt, ja wahrscheinlich sogar überflogen“, sagt Paasch.

Die Überflieger kommen dabei nicht nur mit den im Camp angebotenen Segelflugzeiten dem Himmel sehr nah. Zudem gibt es viele Angebote, die das Camp neben dem Fliegen und der Begegnung noch interessanter machen. Beispielsweise die brasilianische Tanz-Kampfsportkunst Capoeira, der Bau von eigenen Trommeln mit echtem Kuhfell oder auch Graffiti-Workshops. Durch die seit dem Start des Camps gewachsene Struktur aus Jugendlichen mit und ohne Handicap entsteht hier aber noch viel mehr, wie Initiatorin Uschi Brammertz weiß. „Da gibt es echte Patenschaften, denn einer ist verantwortlich für den anderen, das gilt fürs Essen ebenso wie nachts, wenn einer aus dem Zelt auf die Toilette muss, oder auch bei Ausflügen“, erzählt Uschi Brammertz. Denn das Camp – mit übrigens in diesem Jahr fünf brandneuen Großzelten auf dem Flugplatzgelände – sorgt dafür, dass die Jugendlichen beim gemeinsamen Sport, bei Aktionen oder auch Ausflügen nicht nur Grenzerfahrungen machen, sondern auch mögliche Barrieren untereinander spielend überwinden. Das passt natürlich bestens zum Anspruch, in mehrfacher Hinsicht inklusiv zu sein, wie es die stellvertretende Städteregionsrätin Elisabeth Paul formuliert: „Wir müssen versuchen, uns jenseits vom Kirchturmdenken aufzustellen.“ Das gilt ohnehin für die Teilnehmer, die Geldgeber und auch das Organisations- und Betreuungsteam, bestätigt Uschi Brammertz. „Wir legen sehr großen Wert darauf, dass alle Angebote für alle Jugendlichen kostenlos sind“, hebt sie hervor. Denn nur dann könne die Erfolgsgeschichte des Camps, bei dem es nicht wichtig ist, wer man ist, sondern, dass man mitmacht, auch weitergeschrieben werden. Bereits mehr als 1000 junge Menschen haben das integrative Camp erlebt. In den Reihen der Geldgeber und Unterstützer des vom Verein zur Förderung von Integrativen Jugendcamps veranstalteten Camps in Merzbrück vom 26. bis 30. Juni am Flugplatz Merzbrück finden sich mit dem Kiwanis Club Eupen und seinem Aachener Pendant Urbs Aquensis Club Aachen zwei neue Förderer. Neben der Städteregion, der Stadt Aachen, der Euregio Maas-Rhein und dem Institut für Operations Research und Management (INFORM) sind die Nato-Airbase Geilenkirchen, der Luftsportverein Aachen, die DLRG, die RWTH Aachen, die Volkshochschule Aachen, der Aachener Boots-Club, das Inda-Gymnasium Kornelimünster und Privatfirmen beteiligt. Zählt man die Teilnehmer des integrativen Segelcamps in Woffelsbach hinzu, das in diesem Jahr zum fünften Mal stattfindet und zwar vom 10. bis 14. Juli, wurden schon mehr als 1000 junge Menschen Teil des Camp-Erlebnisses. Anmelden können sich Jugendliche von 14 bis 18 Jahren (ohne Behinderung) und von 14 bis 25 Jahren (mit Behinderung) bei Lara Brammertz, Telefon 01575/4771085, per E-Mail unter integratives-jugendcamp@outlook.de oder auf der Facebook-Seite „Integratives Jugendcamp“. Segelflugcamp feiert ein rundes Jubiläum - Lesen Sie mehr auf:

http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/nordkreis/segelflugcamp-feiert-ein-rundes-jubilaeum-1.1105736#plx149662706

januar 2015 - unsere unterstützung des aachener fördervereins integration durch sport

 

Hevidar Acar: Integration durch Sport

Bericht Aachener Nachrichten vom 13. Januar 2015

Von: Nick Josten

 

 

AACHEN. Hevidar Acar heißt die neue FSJlerin des Aachener Fördervereins Integration durch Sport. Sie betreut im Rahmen ihres freiwilligen sozialen Jahres (FSJ) die jungen Mädchen aus dem Projekt „Mädchen mittendrin“. Das Projekt richtet sich in erster Linie an Mädchen mit  Migrations-hintergrund, um durch Sport – vor allem durch den Fußball – mehr Selbstbewusstsein in der Gruppe zu erlangen. „Gerade Mädchen sind beim Sport in der Schule oft gehemmt“, sagt Hans-Georg Suchotzki, Vorsitzender des Fördervereins. Daher freuen sich Grundschülerinnen aus ganz Aachen – denn das Projekt betreut vier Grundschulen – über Hevidar Acar. „Ich wollte etwas Sinnvolles nach der Schule machen und die Arbeit hier macht viel Spaß“, sagt die 20-Jährige. Bereits ihre Schwester absolvierte ihr freiwilliges soziales Jahr beim Förderverein Integration durch Sport. Doch die Finanzierung dieser Stelle war nicht ganz einfach. Rund 5000 Euro werden benötigt. Ein Großteil davon kam bislang von der Stadt Aachen. „Jetzt bricht uns aber die Finanzierung durch die leeren Kassen der öffentlichen Hand weg“, sagt Uschi Brammertz, Ratsfrau und Mitglied des Vereins. Doch mit dem Kiwanis-Club Aachen füllt ein Sponsor nun eine Lücke von 3000 Euro. Nun kann Hevidar Acar ein ganzes Jahr eigenverantwortlich für die Kinder arbeiten. „So etwas Wertvolles darf nicht verlorengehen“, sagt Leo Savelsbergh vom Kiwanis-Club. „Ich fand es selber immer sehr wichtig, dass meine eigenen Kinder Sport machen und aktiv bleiben“, so Savelsbergh. Für den Förderverein, für die Kinder und auch für Hevidar Acar kommt die Spende sehr gelegen. Sie soll als junge Frau mit Migrationshintergrund die Brücke zwischen der Schule und den Eltern ausländischer Kinder schlagen. Außerdem bietet ihr der Verein die Möglichkeit, nach dem Jahr eine duale Ausbildung zu beginnen. Wenn dieses Jahr dann vorbei ist, soll eine neue FSJlerin her. Die Mittel, um dies zu finanzieren, sind derzeit aber noch nicht gesichert.

 

Hevidar Acar: Integration durch Sport - Lesen Sie mehr auf:

 

http://www.aachener-nachrichten.de/lokales/aachen/hevidar-acar-integration-durch-sport-1.999944#plx1439886785 

spende kiwanisclub aachen urbs aquensis an das aachener klinikum

Ungarischer Abend beim kiwanisclub aachen urbs aquensis

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Mit einem „Ungarischen Abend“ in der Erholungsgesellschaft begeisterte der Kiwanis Club Urbs Aquensis Aachen jetzt seine Mitglieder und Gäste. Die Gala zauberte nicht nur ungarisches Flair und zeigte die seit Jahrhunderten bestehende Beziehung zwischen Aachen und Ungarn – die Benefizveranstaltung sammelte auch Geld für hilfsbedürftige Kinder und Einrichtungen in Aachen.

Peter Mervai von der Deutschen Ungarischen Gesellschaft Köln/Bonn erklärte in seinem Festvortrag Wissenswertes über die Ungarn, die zum Beispiel während der Heiligtumsfahrten Aachen besuchten. Eine gotische Seitenkapelle wurde unter dem Architekten Moretti neu errichtet: die ungarische Kapelle.

Und ungarische Pilger stifteten 1993 als Zeichen der Verbundenheit eine Statue ihres Nationalheiligen König Stephan dem Aachener Dom, die im Außenbereich des Domes aufgestellt worden ist. 2001 erhielt der ungarische Schriftsteller Georg (György) Konrad den Karlspreis für sein Eintreten für ein einiges Europa.

Tenor Willy Schell begeisterte unter anderem mit dem „Märchentraum der Liebe“ aus „Die ungarische Hochzeit“ von Nico Dostal. Besonders aber seine kurzerhand umgetextete Version vom Chianti-Wein riss die Zuhörer zu großem Applaus hin: Der „Ungarn-Wein“ schmeckt einfach gut.

Auch das „Donau-Duo“ mit Istvan Kovacs an der Geige und Josef Dobrovka am Klavier sowie die Volkstanzgruppe Vadrózsa unter Leitung von Ildikó Münnich-Akonc trugen zum Programm bei. Begleitend wurde ein landestypisches Menü mit Hortobágyer Palatschinken, Paprikahuhn mit Nockerl sowie zum Dessert ungarische Variationen aus Maronenmousse begleitet wurde.

„Der Erlös aus diesem schönen Abend kommt Kindern aus dem Aachener Ostviertel zugute“, sagt Präsident Rolf Beckers. Darüber hinaus wolle man mit dem Festabend an alte Beziehungen und Traditionen erinnern und den Blick für das heutige Ungarn erweitern. Bereits im Foyer zeigten ungarischen Künstler und Firmen in einer Ausstellung die vielen Facetten des Landes. Dazu wurden Pogatscha, ein typisches ungarisches Gebäck, Käse und Salami geboten.